Was bleibt ...

Eine Erinnerung an Erich Fried

Die langen Dokumentarfilme sind während 30 Tagen auf neuland zu sehen. Für diesen Film ist die Publikationszeit abgelaufen.
 

Ein Film von Roland Steiner

Im Mai 1988, kurz vor dem Tod von Erich Fried, entstanden in London sehr persönliche Aufnahmen, eine Art Videotagebuch. In diesem reflektiert der Dichter über sein Leben und seine politischen Erfahrungen.

Erich Fried, 1921 in Wien geboren, floh 1938 nach London, wo er bis zu seinem Tod 1988 lebte. Wegen seines Gedichtbands «und Vietnam und» (1966) noch heftig umstritten, wurde er mit den «Liebesgedichten» (1979) zum meistgelesenen deutschsprachigen Lyriker seit Bertolt Brecht.

«...etwas bleibt nach eigenem Bleiben», sagt Erich Fried in einem Gedicht. Es bleiben in diesem Filmdokument auch ganz private Bilder von Erich Fried. In den Armen seiner Enkeltochter und im leisen nächtlichen Gespräch mit dem Filmemacher.

Autor: Roland Steiner
Produktion: Frank Löprich
Dramaturgie: Anne Richter
Dauer: 55 Minuten
Produktionsjahr: 1994
Produktion: öfilm

neuland zeigt dieses Filmdokument erstmals in der Schweiz, in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma öfilm. Das Werk Erich Frieds ist im Klaus Wagenbach Verlag publiziert; dort ist kürzlich ein neuer Erinnerungsband der Fotografin und Künstlerin Catherine Fried-Boswells erschienen. Auf der Erich Fried gewidmeten Website www.erich-fried.de finden sich viele Fotografien von Frieds Ehefrau, ebenso von ihm selbst gelesene Texte.