Fundstücke

In der Rubrik Fundstücke präsentieren wir in jeder neuland-Ausgabe einige Trouvaillen und Kulturtipps, die uns speziell am Herzen liegen. Aktuell, vergangen, kurios, witzig, liebenswert, poetisch, interessant, katastrophal, aufgelesen oder zufällig – die Fundstücke laden Sie ein, in andere Welten abzutauchen.

Dings – Les Reines Prochaines auf Tournee

 

Geht und schaut Dings, ein kriminal-philosophisches cinematographisches Singspiel der Kultband les Reines Prochaines und der Filmerin Nathalie Percillier. Im März und April in Zürich und im Mai sogar im Wallis. Dings auf Tour: http://reinesprochaines.ch/aktuell/tour/
Lena Eriksson

Iran: Film for Freedom

Szene aus «White Meadows»

Am 21. März ist persisches Neujahr – und es wäre Zeit für einen Neuanfang im Iran. Ende März voraussichtlich aber müssen die zwei im Dezember im Iran verurteilten Filmregisseure Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof (Bild links) ins Gefängnis. Der Filmkritiker und «neuland»-Autor Mehdi Abdollahzadeh organisiert im Stadtkino Basel und im Kino Riff Raff Zürich ein Filmprogramm mit Filmen von Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof.
Der Auftakt findet am Sonntag in Zürich mit Rasoulofs Film «The White Meadows» statt. Der Hauptanlass folgt am 22. März im Stadtkino Basel mit drei Spielfilmen von Panahi und Rasoulof und einem Podiumsgespräch zum Thema (um 20 Uhr), u.a. mit Antonia Bertschinger, Co-Autorin des Buchs «Iran ist anders», und Jamsheed Faroughi, Redaktionsleiter Deutsche Welle/Farsi.

Trailer:
«Iron Island» von M. Rasoulof
Stadtkino Basel, Di 22. März 16 Uhr
«The White Meadows» von M. Rasoulof
Stadtkino Basel, Di 22. März 18 Uhr und
Kino Riff Raff 1, So 20. März 11.15 Uhr
«Der Kreis» von J. Panahi
Stadtkino Basel, Di 22. März 2011, 21.30 Uhr
Anita Hugi

Neue Welten erschliessen

Das Cover der zweiten «neuland»-Ausgabe hat das Künstlerduo Monica Studer/Christoph van den Berg gestaltet. Nun zeigen sie unter dem Titel «Spells and Mushrooms» in der Galerie Nicolas Krupp in Basel neueste Arbeiten. Ein Feuerwerk aus Phantasie, Formen und Farben ist garantiert. Vom 4. März bis 30. April 2011, Galerie Nicolas Krupp, Basel.
www.nicolaskrupp.com/exhibitions
Judith Stofer

Moi c'est moi – Ich bin ich:
Ein Film über Vertrauen
und Freundschaft
 

Quelle: www.moicestmoi-ichbinich.com/de/trailer.php

Bern-West, Bümpliz – hier leben 12'000 Menschen in weitläufigen Hochhaussiedlungen. Rushit und seine Freunde sind Rapper und im Quartier berühmt. Ihre Band heisst «BlockJunge». Sie schreiben ihre eigenen Texte, singen vom Leben am Rand und nennen das Ghetto Heimat. Die Regisseurin Gabriele Schärer dokumentiert in ihrem neuen Film ein originelles Integrationsprojekt aus Bümpliz. Vorführung am 5. März im Kino des Kunstmuseums Bern, am 10. März im Kino Cinevital in Biel. Weitere Vorführungen im März: in Burgdorf im Kino Rex, in Grenchen im Kino Palace, in Lyss im Kino Apollo.
Judith Stofer

Dem Begriff von Ewigkeit kommen Bäume am nächsten

In Longeville bei Orges im Waadtland steht ein 260-jähriger Birnbaum. Seine Früchte heissen «sept en gueule». Eine Bezeichnung, die immer wieder kritisiert wurde. Man nannte sie auch «Poire Petit Muscat», was sich auf den Geschmack bezieht. Wenn man aber die Früchte einmal zu Gesicht bekommen hat, dann versteht man, warum sich die Bezeichnung «Sieben ins Maul» über die Jahrhunderte hartnäckig erhalten hat. Vom Methusalem-Birnbaum sind mittlerweile Triebe geschnitten und auf bereits gepflanzte Bäume aufgepfropft worden. Ein «sept en gueule»-Bäumchen steht nun in meinem Garten. In ein paar Jahren sind die ersten Birnen zu erwarten – mit dem speziellen Muskat-Geschmack, den die Menschen seit 2000 Jahren schätzen.

© 2010 Rolf Günter, MonteVideo
Film starten