Gibt es «neuland» auch als App für Handy und iPad?



Nein, dazu fehlen uns schlicht die Ressourcen. Apps haben den entscheidenden Nachteil, dass sie mit proprietären Programmiersprachen gebaut sind: Für jedes Betriebssystem, sei dies Googles «Android», Apples­ «iOS» oder Microsofts «Windows Phone», müssen App-Entwickler eine Extrawurst braten. Dieser Aufwand ist erheblich und ammortisiert sich nur, wenn sich eine App sehr, sehr gut verkauft.

Zudem zeichnet sich bereits ab, dass Apps ein relativ kurzes Zwischenkapitel in der Geschichte des Online-Publizierens sein werden. Apps mögen für punktuelle Dienste wie Wetterbericht oder Sportresultate weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben. Für breit angelegte Web-Inhalte erweisen sich Apps jedoch zunehmend als ungeeignet.

Dem gegenüber steht der Web-Standard HTML, den alle Betriebssysteme auf praktisch allen Endgeräten inkl. Handys interpretieren können. Die Hyper Text Markup Language ist über Jahrzehnte weiterentwickelt worden, bietet Schnittstellen zu den klassischen Layout-Programmen In­Design, QuarkXpress etc. ebenso wie zur weiten Welt der Datenbanken. In ihrer neusten Version 5 wird HTML u.a. in der Lage sein, multimediale Inhalte wie Video ohne lästige Plugins wie Flash oder Quicktime wiederzugeben. «Die einzige Killerapp, die es bis jetzt gibt, ist der Browser», sagt denn auch Oliver Reichenstein, einer der momentanen Top Shots unter den Web-Entwicklern. Und Apple-Boss Steven Jobs äussert in seinem Pamphlet «Thoughts On Flash» die Überzeugung, dass die Zukunft des Webs ganz dem Standard HTML 5 gehört.

Daran arbeiten wir also. Für die Nummer 4 von «neuland» haben wir z.B. versuchsweise einen Video-Player eingebaut, der Filme auch ohne Flash, dafür mit den neusten HTML-Errungenschaften abspielt. Natürlich ist noch vieles im Umbruch und wird es auch bleiben, doch wir werden in den nächsten Monaten einen HTML-5-Pflock nach dem anderen einschlagen.